Die 'vordere Himmelburg'

Und auch Rebschneckle dürfen nicht fehlen ...

Unser Weinberg

Unser Wein wächst am Ihringer Fohrenberg im Gewann „vordere Himmelburg“. Hier konnten wir seit 1981 einige terrassierte Parzellen kaufen, so dass inzwischen ein richtig toller Weinberg unser Besitz ist. Die zusammenhängende Fläche wurde im Jahr 2003 sanft planiert und frisch angepflanzt. Jetzt wachsen dort die Rebsorten Silvaner, Grauburgunder, Gewürztraminer, Muskateller und Spätburgunder.

Die Lage ist nach Südost orientiert. Wenn die Sonne hinter dem Schwarzwälder Kandel aufgeht, freuen sich auf unserer Himmelburg schon die Marienkäfer über die ersten wärmenden Strahlen. Dank der Terrassierung speichert der fruchtbare Lößboden die Wärme den ganzen Tag und sorgt so für ein ausgezeichnetes Mikroklima.

Auf einem gesunden Boden wachsen kräftige Rebstöcke. Dafür säen wir die Rebzeile im Frühjahr und Herbst mit einer vielfältigen Samenmischung ein. Außerdem fördern wir das gesunde Bodenleben mit organischen Düngemitteln wie Stroh und Hornspänen.

Die Lockerung des Bodens um den Weinstock bringt Kraft für die Reben und Geschmack für die Trauben. Prophylaxe gegen Pilzkrankheiten mit Stärkungsmitteln sowie Schwefel – und Kupferbehandlungen sind im biologischen Weinbau im Sommer notwendig. Probleme mit Schädlingen halten wir durch eine ausgewogene Balance mit Nützlingen im Toleranzbereich. Die gezielte Bewässerung mit Zisternenregenwasser hilft während eines trockenen Sommers.

Ein wichtiger Teil des Öko-Systems Weinberg sind die Böschungen zwischen unseren vier Rebterrassen. Ihre Pflege ist uns besonders wichtig. Die Ansaat von Blumen und Gräsern wie blauer Salbei, gelber Klappertopf, rote Kartäusernelke, Zittergras und Thymian festigen die Böschungen. Deren Blüten bieten mit ihren Pollen Nahrung für Wildbienen, Schmetterlinge und andere nützlicher Insekten. Die Böschungen distanzieren uns außerdem von den chemischen Spritznebeln der Nachbarn und sind inzwischen Heimat vieler Singvögel, Eidechsen und seltener Schmetterlinge, wie dem kurzschwänzigen Bläuling und dem kleinen Schlehenzipfelfalter. Eine Fuchsfamilie hat sich angesiedelt und nutzt den Lößberg mit seinem verzweigten Tunnelsystem. Ein Pärchen des Wiedehopfs, von denen es in Deutschland nur noch gut 100 Paare gibt, bezieht im Gewann im Frühjahr seinen Brutplatz.